.entry-title { display:none; }

Wie wäre es mal mit einer Art freiwilliger Elternzeit?

Oder einem endlich umgesetzten Sabbatjahr?

Oder stelle dir vor, du bist gekündigt worden, dann müsstest du dir auch eine Auszeit nehmen.

Krankheit z.B. zwingt einen auch oft dazu, sich zwangsweise diese Zeit zu nehmen.

Mutter-Kind-Kur, meinst du? Nein, das ist nicht wirklich eine Auszeit für die Mutter, jetzt mal ganz ehrlich!

Ich frage mich, warum so wenige Menschen sich das freiwillig gönnen. Sich etwas zu gönnen, das so heißt wie

„Deluxe-Zeit, um mir über mich klar zu werden“ oder
„Luxuszeiten, um mir Fragen über den Rest meines Lebens zu stellen“ oder
„Wellness zum Finden meiner Berufung“ oder
„Mußezeit, um mir von jetzt an mein Leben bewusst zu erschaffen“.

Gehen wir mal eine Stufe zurück.

Vielleicht kennst du das: Du bist krank und endlich nutzt du die Gelegenheit: die Gelegenheit, mal alles zu delegieren. Dein Kind kommt zum Vater, alle Verabredungen und Geschäftstermine werden abgesagt, du lässt dir Einkäufe von einem lieben Menschen erledigen und plötzlich wird Raum frei! Raum nur für dich. Nur für das Wesentliche. Du schläfst, was das Zeug hält, stehst auf, machst ganz kleine wesentliche Handlungen und dann legst du dich wieder hin. Daddeln im Internet geht natürlich gut. Das praktiziert sich ja mittlerweile auch im Liegen ganz hervorragend. Was zeigt sich in der Realität? Nichts bricht zusammen – im Gegenteil – tolle neue Gelegenheiten kommen wie von allein auf dich zu. Einerseits „shit“ – denn du stellst fest, so wichtig bist du gar nicht! Andererseits: „cool“ – jetzt kommt alles endlich auf dem Silbertablett serviert. So, wie du es dir eigentlich immer gewünscht hast. Wieso hetzen sich Menschen eigentlich immer so ab dafür?

Natürlich spreche ich hier über eine Akut-Krankheit, nicht über eine Chronische.

Ist mir vor zwei Woche so ergangen. Jetzt bin ich wieder topfit, doch vor 14 Tagen habe ich mir eine 1-A-Lebensmittelvergiftung zugezogen,  ausgerechnet in einem drittklassigen Mainstream-Café zugezogen (da sollte ich eben nicht hingehen). Die spannendste Phase kam nach der Akutphase (in der man ja bekanntlich nur im Bett liegt und nichts machen kann! Zwangsweise eben), aber ich meine die Phase danach: wenn so ganz langsam das Bedürfnis wieder aufflammt nach „draußen“ zu gehen.

Was ja ganz großartig an so einem akuten Krankheitszustand ist: du hast die beste Ausrede, nach Herzenslust NEIN zu sagen, denn du bist ja krank.

Nicht, dass ich sonst nicht Nein sagen könnte, aber so richtig, in der Tiefe und zu 100% und so richtig konsequent dahinter stehen: na ja! Klappt nicht immer auf den Punkt.

Aber jetzt in der Rückreflektion kann ich sagen: OMG – habe ich das genossen!

Ich konnte noch nicht einmal meine heißgeliebte Spontaneität ausleben:

„Hast du heute mittag Zeit zum Essen gehen?“ Nein.

„Wollen wir mal wieder skypen?“ Nein.

„Eva, deine Meinung ist mir wichtig. Kannst du mir mal eben Support geben
bei einer wichtigen Frage?“ Nein.

„Mama, kannst du bitte mal gerade…?“ Nein.

Für das einzig wahre Nein braucht es immer eine triftige Ausrede.
Hier die Allerbeliebtesten: Krankheit, Kinder, Geldmangel, Zeitmangel.

Ja, es war unangenehm, es war schmerzhaft, mir war übel – doch ich muss dennoch sagen: diese Zeit, um die man ja genau so mainstreammäßig gerne bemitleidet wird, habe ich auch sehr genossen.

Sie hat mich komplett zu mir gebracht. Der ganze Fokus geht nach innen, ich war  gezwungen, mit mir ganz alleine zu sein, auf mich zurückgeworfen, mir selbst zu begegnen und ich muss sagen: war gar nicht so schlecht – diese Begegnung.

Zurückgeworfen auf das Wesentliche, auf pure wesentliche Handlungen:

 

  • ein einziger kurzer Gang in den Supermarkt, nur Reis, Linsen, ein paar Gewürze einkaufen, wieder nach Hause, hinlegen, schlafen.
  • nur ein einziges wichtiges Telefonat machen. Wieder hinlegen. Schlafen.
  • ein Mini-Spaziergang in der Natur, pausieren auf einer Bank, wieder nach Hause, hinlegen. Schlafen.
  • ein kleines von zahlreichen Papier-Packen: in Ruhe aufräumen, sortieren. Wieder hinlegen. Schlafen.
  • mein Online-Coaching mit meiner Mentorin nehme ich natürlich wahr: ohne Ziel, ohne Pushing-Aktivitäten, ohne Ergebnisbesprechung. Sie spürt genau: heute ist nur reden dran, kürzer als sonst. Und siehe da: es war eine meiner absoluten „breakthrough“ Sessions – ohne viel Aufwand. Wieder hinlegen, schlafen.

 

Ganz langsam, Schritt für Schritt.

Mit jedem Tag dachte ich „cool – müsste man eigentlich immer so machen!“. Warum hetzen wir uns alle so? Warum sagen wir so selten wirklich JA zu uns?

Dank Internet habe ich in diesem Zustand sogar unfassbar viel erledigt. Im Liegen. Ich hatte Kontakt zu Menschen, zu denen ich sonst wenig Kontakt hatte, habe Support geleistet, auf den ich Lust hatte und das war die entscheidende Qualität, die ich in dieser Woche erfahren haben:

Ich habe so bewusst nur das gemacht, worauf ich Lust hatte. Denn das geht – wenn du krank bist. Die Dinge, worauf du keine Lust hast, sind zu anstrengend! (So machen es übrigens auch Kinder).

Und auch hier dachte ich „cool – auch das müsste man eigentlich immer so machen“. Ich dachte immer, ich würde schon so ziemlich das machen, was ich will und in dieser Woche habe ich es wieder erkannt: auch ich eiere tatsächlich für meinen Geschmack noch zu häufig um meine wahren Wünsche herum.

Ich meine, so grob klappt das schon mit dem Umsetzen von Wünschen, aber es gibt doch immer noch so viel Bereiche, wo ich es eben nicht auf den Punkt tue, sondern nur so grob eben.

Präzision wäre eben auch gut beim Nein sagen und das findet in Stufen statt:

1) Wissen, was du nicht willst.

2) Dann klar Nein sagen

3) Dabei bleiben

4) Beim nächsten mal noch mal Nein sagen.

5) Und dann auch wirklich das TUN, was du stattdessen willst.

Also das JA sagen zu deiner Aktivität, zu deinem Wunsch, zu dir selbst und das dann auch umzusetzen ist doch die entscheidende Variante. Denn sonst hast du ganz umsonst Nein gesagt.

Geht leicht, wenn es dir schlecht geht. Geht nicht so leicht, wenn es dir gut geht und du viel Energie hast. Dann ist die Frage, wo gibst du deine viele Energie hin?

Wenn du viel Energie hast, dann gibst du sie ja gern.

Doch wohin willst du sie geben?

Hast du einen klaren Plan, wohin du deine Energie hineingeben willst? Wofür du sie auch mal verschwenden willst? Wofür du deine Tanks leerräumst?

Tanks leerräumen. Das machen leidenschaftliche Menschen ja so gerne. Ihre Tanks leerfegen. Sich reinschmeißen in etwas, das sie lieben. Das ist ja genau das Leid, das sie erzeugen. Sie brennen und dann brennen sie sich aus für etwas, das sie begeistert, weil sie sich voll reinschmeißen in eine Sache.

Das habe ich in dieser Woche auch so sehr wahrgenommen und einen Entschluss gefasst:

Eine Balance mit meiner Leidenschaft zu finden. Leidenschaft leben auf der Basis von vollen Tanks. Ups – das bedeutet noch präziser Nein sagen, fokussiert zu sein und auch nach außen durch meine Handlungen zu zeigen, dass ich das Nein auch wirklich ernst meine. Ich darf dann nicht ausnahmsweise ein letztes Mal noch mal Ja sagen. Nein heißt Nein.

Kommen wir also nun zu dem, was ich mit Schwäche als Stärke meine:

Stärke heißt natürlich nicht „nur“ zu 100% Nein zu sagen und Ja zu sich und zu seinen Wünschen und Bedürfnissen.

Schwäche als wahre Stärke heißt für mich folgendes, vor allem passiv zu sein (was sooo unpopulär ist):

  • den Mut, alle Aktivität abzugeben und passiv zu werden
  • Wenn du in der Passivität angekommen bist, gehe in deinen Empfangsmodus. Öffne dich, zu empfangen.
  • Du empfängst folgendes:
    – deine wahren Bedürfnisse (was brauche ich jetzt?)
    – deine wahren Wünsche (wovon will ich mehr, was will ich nicht mehr?)
    – deine aktuellen Gefühle (die im Durchrausch nicht kommen können)
    – Dinge, Menschen, Worte, Nachrichten, Aufträge, Behandlung, Hilfe, Verständnis, Angebote, mit denen du nicht rechnest, Trost und weitere Überraschungen
    – Kraft, die aus der Tiefe kommt (Erdkraft, weibliche Kraft, die Kraft – nur zu SEIN, bei dir zu sein – eine Wahnsinns-Kraft).
  • Dass Situationen, die du dir schon lange herbeigewünscht und für die du dich ins Zeug gelegt hast, sich von alleine einstellen, ordnen, in dein Leben kommen.
  • Schließe alles, was du tust bewusst ab und klopfe dir dafür auf die Schulter. (Die Kunst, nicht alles auf einmal zu machen). Dies ist eine Erkenntnis aus meinem o.a. Modus: “nur eine Sache machen. Hinlegen. Schlafen.“
  • Fange an, diesen Zustand (Klarer Anfang, klares ende, Pause) zu genießen und als 1-A-Vorbereitung, als Grundsteinlegung für die nächste Phase zu sehen.
  • Vertraue in diese kleinen Schritte, sie sind größer als sie dir vorkommen.

 

Was will ich sagen?

 

Auszeit für Elternzeit

Auszeit, wenn man gekündigt wurde.

Auszeit, wenn man krank ist.

Auszeit, wenn sie staatlich gesichert ist.

 

Aber Auszeit, weil mann sich einfach mal spüren möchte?

Weil frau einfach mal Dinge verdauen möchte?

Weil mann einfach mal SEIN möchte?

Weil frau sich einfach mal klar werden möchte, wie man weiter machen will?

Weil mann sich einfach mal ein paar sinnfindende Fragen stellen möchte?

 

Deluxe? Wellness? Luxus? Urlaub zu dir selbst.

Meine Deluxe-Wellnes-Hotel Coachings werden meinen Kundinnen, Interessentinnen und mir immer noch sympathischer. Ich biete Berufungscoaching nur noch als Kurzurlaub an und meine Kundinnen und Interessentinnen reagieren sehr positiv darauf.   Ich bin jetzt schon gespannt darauf, wo das noch hinführt. Vermutlich an die schönsten Orte dieser Welt.

Aber jetzt habe ich erst mal in Essen angefangen.

Hier in Essen im schönen Atlantik Congresshotel an, hinter dem 65 h großen Grugapark, direkt an der ehemaligen begrünten wander- und Fahrrad-Bahntrasse, mit Dachterasse, Wellness-Therme, gutem Essen, schöner Einrichtung. Die besten Voraussetzungen für dich, um herunterzukommen, fern von deinem „daily life“. Hier kannst du dir mit mir zusammen tiefe sinnfindende Fragen stellen und zu deiner Berufung finden. Damit deiner Selbständigkeit, deinem Leben, deiner neuen Berufsidee Vitalität und Seele einhauchen.

Wenn dich das anspricht und du dir vorstellen kannst, dir mal eine solche Auszeit zu nehmen, dann buche dir gerne ein Erstgespräch mit mir: info@evalueg.de.

Hier findest du noch weitere Informationen dazu.

https://evalueg.de/11-coaching/

Ich freue mich auf ein Gespräch mit dir. Und wenn du aus diesem Artikel einige inspirierende Punkte für dich mitnimmst, dann freut mich das ebenso.

Ganz herzliche Grüße

Eva Lueg

 

 

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?