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Interview mit Christiane Jepsen von  „Twentynine Palms“ – Pflanzen / Interior / Lifestyle, Bertoldstr. 4, 45130 Essen.

 

E.L. Pflanzen waren schon immer deine Leidenschaft, besonders Dschungelpflanzen haben es dir angetan. Was fasziniert dich so daran?

C.J.: Die Schönheit und die Vielfalt. Ich bin schon immer am Wegesrand stehen geblieben, um die Formen, die Farben und die Materie von Pflanzen anzuschauen. Außerdem ist die Farbe Grün meine Lieblingsfarbe.

Seit einer Reise mit meinem Mann in die Wüste Kaliforniens haben es mir auch Kakteen und Sukkulenten angetan.

 

E.L. Wie kam es dann dazu, dass du „Twentynine Palms“ im Dezember 2017 eröffnet hast?

CJ.: Ich habe 17 Jahre lang als angestellte Modedesignerin und Produktmanagerin gearbeitet. Mode finde ich auch toll! Aber irgendwann habe ich gedacht „wofür produzieren wir eigentlich diese Massen von Kollektionen? So viel davon braucht doch eigentlich keiner!“ Außerdem wollte ich nicht mehr in einem so großen Konzern arbeiten. Die Umgebung hat sich nicht mehr stimmig angefühlt.

Im Jahr 2016 bot sich die Chance, das Unternehmen freiwillig zu verlassen.

Diese nutzte ich und war eine der Ersten, die „Hier“ gerufen hat. Die E-mail mit der entsprechenden Zusage an meine Firma habe ich damals aus Los Angeles abgeschickt. Die endgültige Entscheidung musste ich von dort aus schnell treffen.

Ich erinnere mich noch, dass ich vorher, inspiriert durch die Landschaft in Süd-Kalifornien, zu meinem Mann gesagt habe:„Weißt du was, ich glaub, ich möchte einen Laden aufmachen!“ Diese Erkenntnis ist in einem sehr euphorischen Moment entstanden.

Als wir in diesen Tagen durch die Stadt „Twentynine Palms“ in der Mojave Wüste im Süden Kaliforniens reisten, war auch gleich der Name geboren.

Aber zu diesem Zeitpunkt war das alles noch sehr abstrakt und nur so „50/50“ entschieden.

 

E.L. Was hast du dann im Anschluss gemacht, nach dem du deine Arbeit als Angestellte abgeschlossen hast?

C.J. Ich habe mir eine Auszeit genommen und bin herumgereist. In Holland war ich sehr oft, schon mit der Idee im Kopf, dass ich einen Laden eröffnen möchte und auch mit der Pflanzenidee. Im Internet entdeckte ich dann einen ganz bestimmten Store für Pflanzen und Interieur in Holland, zu dem ich gezielt hingefahren bin. Dort angekommen dachte ich: „Genau das ist es! So einen will ich auch!“.

 

 

E.L. Deine Pflanzen hier sind alle sehr ästhetisch arrangiert. Sehr puristische Übertöpfe in natürlichem und geradlinigem Design – vieles mit Naturmaterialien. Es sieht aus, als wenn durch die Verbindung mit dieser Ästhetik, die Zimmerpflanzenwelt in der letzten Zeit wieder in Mode gekommen ist.

C.J. Ja, natürlich – ästhetische und geschmackvolle Übertöpfe für die Pflanzen zu nutzen ist auch mein Anspruch. Aber ansonsten bin ich doch erstaunt, dass es erst in der letzten Zeit wieder ein Trend geworden ist. Für mich war diese Form, einen Wohnraum zu verschönern, schon immer ganz selbstverständlich. Der Modedesigner Alexander McQueen hat einmal gesagt: “There is no better designer than nature!“ – und das stimmt. Er hat es damit so wunderbar auf den Punkt gebracht, was ich auch so empfinde.

 

E.L. Mode war ja im Grunde auch eine deiner Leidenschaften. Was ist jetzt für dich anders im Vergleich zu deinem Angestellten-Dasein?

C.J. Das hier hat viel mehr mit mir zu tun. Das bin komplett „ich“. Alles, was ich mag, ist hier mit eingeflossen.

Die ganze Art des Arbeitens ist komplett selbstbestimmt. Ich kann mir meine Zeit selber einteilen. Rechenschaft muss ich nur noch mir selbst gegenüber ablegen. Ich habe eine sehr nette Aushilfe, die mich ablöst, wenn ich flexibel sein will. Ich habe mir Öffnungs-zeiten ausgesucht, mit denen ich total viel Freiheit habe und mir macht alles Spaß, was ich hier mache.

Es kommt noch hinzu, dass sich das alles total positiv auf mein Wohlbefinden ausgewirkt hat und auch auf meine Beziehungen.

 

E.L. Wie gehst du damit um, dass du jetzt hier mehr oder weniger allein den ganzen Tag bist ohne Kollegen-Team?

Das ist für mich kein Problem. Ich bin Einzelkind und kann gut alleine sein. Es kommen ja auch Kunden rein, so dass ich auch Abwechslung habe. Und es ist total schön, unterschiedlichen Menschen zu begegnen.

Die Tatsache, dass ich selbst hinter den Produkten stehe, hilft mir total dabei, offener auf Menschen zuzugehen und über mein Angebot zu sprechen.

 

E.L. Du bietest deinen Kunden liebevoll gestaltete Pflanzenarrangements für die Wohnraumbegrünung an. Was willst du den Menschen damit vermitteln oder geben?

 C.J. Zunächst mal bringen Pflanzen etwas ganz schönes Hilfreiches mit sich: sie sind luftreinigend und verbessern so das Raumklima. Darüber hinaus tun sie der Atmosphäre gut. Etwas Grünes im Raum zu haben, verbindet uns mit der Natur.

In der letzten Zeit bekomme ich immer mehr Aufträge für Einrichtungsberatung, ein Büro zu begrünen oder eine frisch renovierte Wohnung mit den Pflanzen zu gestalten.

 

E.L. Und wenn ich als Coach dir jetzt die Frage nach dem berühmten „Warum“ stellen darf. Warum machst du das Ganze?

Das hat mich eine Freundin von mir auch schon mal gefragt. Darauf hatte ich eine ganz einfache Antwort: “Weil ich da richtig Bock drauf habe!“.

 

Christiane Jepsen bietet in ihrem neuartigen modernen Concept Store über die Zimmerpflanzen hinaus auch Keramikartikel, Wohn Accessoirs, Schreibwaren, Bildbände, und Lifestyleprodukte, wie Taschen und Schmuck an.

 

 

 

 

 

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