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…und welche Fragen du dir stattdessen stellen kannst.

Als ich noch in meiner letzten Selbständigkeit als Körperpraktikerin täglich mit mehreren Klienten Stunde um Stunde praktizierte, musste ich mich jeden Morgen neu motivieren.

Wie hab ich das gemacht?

Ganz einfach: ich habe mir etwas vorgemacht. Ich hatte einige markante Motivationssätze aus meinen früheren Aus- und Fortbildungen parat, die ich mir selbst erzählte und habe mir diese immer wieder vorgesagt. Außerdem war ich unheimlich gut darin, mir jahrelang die Dinge schön zu reden, die ich gar nicht wirklich schön fand.

Ich machte morgens wahnsinnig viele Körperübungen, damit ich mich zumindest körperlich besser fühle und mit dem besseren Körpergefühl ging es dann auch erst mal für die ersten zwei Stunden des Tages besser. Auch die Arbeit mit den Klienten selbst ging ganz gut, sie hat sogar im Tun selbst auch nach 10 Jahren immer noch recht viel Spaß gemacht.

Dass ich während der Sitzungen zwischendurch immer wieder auf die Uhr geschaut habe, um mich zu vergewissern, wann die Stunde zu Ende ist, habe ich erfolgreich ignoriert. Mein Unterbewusstsein aber wusste genau bescheid: es wusste, dass ich aus meinem tiefsten Inneren heraus NICHT stundenlang so viele Menschen in dieser Intensität so tief am Körper und in ihrer Gefühlswelt berühren wollte.

Trickreich war allerdings, dass es meinem Körper sogar auch guttat! Ich war gestärkt, fühlte mich angeregt nach den Sitzungen, bekam sehr viel Zustimmung und fühlte auch selbst wie wirksam das war, was ich tat. Zudem konnte ich auch sehr gut, was ich tat. Nach außen wirkte also alles wie meine perfekte Traum-Selbständigkeit.

Nur eine einzige „winzige“ Sache hatte ich übersehen:  meine Seele war nicht happy. Ich war nicht richtig glücklich. Sie fehlte sogar: die Seele.

Was hat das nun mit Motivation zu tun?

Nun, Motive hinter einer Handlung oder einem Beruf zu haben gelten ja als etwas sehr Grundlegendes. Ich hatte damals nicht so richtig ein eigenes Motiv. Ich war wieder mit der Masse gerannt. Alle Kolleginnen von mir „liebten“ ihre Arbeit (zumindest sagten sie das), also versuchte ich auch, diese Arbeit genau so zu lieben. Das war ein Motiv. Es war aber eben nicht MEIN Motiv. Weiterhin ist ein Motiv etwas sehr Materielles. Ein Motiv ist eine Ansammlung von Beweggründen. Das Handeln, also die Bewegung, die du ja mit dem Körper machst (also auch in Bürojobs oder sämtlichen anderen Jobs) ist auch etwas Materielles. Körper ist Materie. Ich konnte also in meinem Beispiel, ganz materiell und pragmatisch, mich selbst immer wieder in Bewegung bringen und somit meinen Beruf noch ein paar Jahre verlängern. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich es keinenfalls bereue, diesen Beruf gemacht zu haben. Er hat mich komplett zu einem persönlich hoch entwickelten Menschen gemacht, ich habe unendlich viel gelernt darin und immense Erfahrungen gemacht, aber hätte ich die Zeichen viel früher ernst genommen, wären keine 10 Jahre daraus geworden.

Vielleicht kennst du so etwas ähnliches auch aus einem Anstellungsverhältnis:

du machst einfach etwas, weil du glaubst, es wird von dir erwartet und in Wahrheit erwartest du es von dir selbst. Du machst es, weil es alle so in deiner Branche machen. Du rennst mit der kleineren oder größeren Masse. Diese Art von Zugehörigkeitsgefühl hat dich eine Zeit lang motiviert. Irgendwann, ganz schleichend, spürst du aber vielleicht immer deutlicher „das ist nicht meins“. Meistens fügst du noch das Wörtchen „eigentlich“ dazwischen. Du fühlst dich irgendwie grau-routiniert, nicht mehr angebunden deine Freude und denkst „das kann doch so nicht die nächsten 10 Jahre weiter gehen“. Und wenn du es nicht bewusst denkst, dann spürst du es im Hintergrund. Du bist einfach nicht verbunden mit deinen ganz eigenen Qualitäten.

Du wiederholst die ganze Zeit etwas, das für dich nicht, vielleicht sogar noch nie oder eben auf diese Art und Weise nicht stimmt. Oder in der Form, wie du es ausübst, stimmt es nicht mehr, weil es deinem individuellen Mix an Bedürfnissen und privaten Wünschen überhaupt nicht genügt.

Worauf ich hinaus möchte: was an diesen Stellen des Berufslebens gänzlich in den allermeisten Fällen fehlt, ist die Seele und der Geist. Der gute Geist. Und zwar DEIN Geist. Dazu gehe ich später noch näher ein.

Wenn du jetzt in dich hineinspürst und auf deine Arbeit schaust: wie viel Seele bzw. guter Geist steckt (noch) in ihr? Wir können hier Geist und gute Seele auch durch eine gute und gesunde Lebendigkeit oder Freude ersetzen. Wenn du eine sehr analytische oder strukturierte selbständige Arbeit ausübst,  dann macht sie dir vielleicht Spaß (oder hat dir einmal Spaß gemacht), weil du ein Zahlenfan oder ein Analysefan bist und dich an Strukturen erfreust. Aber wie lange hält das an? Hält es noch an?

Wenn du z.B. eine Webdesignerin oder Architektin oder Fotografin bist, wie viel Kreativität und selbstbestimmten Gestaltungsspielraum hast du noch in deiner Selbständigkeit? Bist du inspiriert von deinen Aufträgen oder arbeitest du sie ab, und zwar genau so, wie dein Kunde es haben möchte?

Oder sagen wir, du bist eine Physiotherapeutin oder Yogalehrerin. Wie viel arbeitest du noch selbst, weil du stundenweise abrechnest, deine ganzen Abendkurse selbst gibst und den ganzen Verwaltungskram im Hintergrund auch noch miterledigst. Wie viel von deinem anfänglichen Idealismus, die Menschen in ihre Gesundheit zu führen, ist davon noch übrig? Und wie viel Zeit hast du eigentlich genau dafür? Und wie viel Zeit hast du für dein muße-volles Privatleben? Hand aufs Herz.

Was ich also mit Seele und gutem Geist meine:  das ist In-spir-ation. (Spirit = Geist).  Eine leichte Art von Kraft , die dich  z i e h t – zu etwas, an das du glaubst. Ja, wie im Glauben. In diesem Fall meine ich aber nicht an einen Guru oder an einen Heiligen oder  sondern an deine ganz eigene erfüllende Lebensweise. Eine Kraft, die sich ausdrückt in einer bestimmten Lebensart. Zu welcher Art zu leben würdest du dich hingezogen fühlen? Wie möchtest du leben? Privat und auch beruflich? Welche Atmosphäre soll dein Leben haben? Was von dem, das dich erfreut, soll täglich in deinem Leben stattfinden? Welche Rahmenbedingungen bräuchtest du, in denen du täglich gerne aufstehst und zu deiner Arbeit gehst? Welchen Lebensstil möchtest du leben, wenn Angst, Zeit und Geld keine Rolle spielen würden? Welche Bilder tauchen da vor dir auf? Wie wärest du als Person, die in ein paar Jahren dieses Leben leben würde? Wie sähest du aus? Wie würdest du denken?

Diesen Geist meine ich. Diesen Spirit, deine ganz eigene Seele von deinem eigenen gewünschten Leben.

Zugegeben, Fragen, die sich nicht „mal eben“ beantworten lassen. Doch nehmen wir mal an, du hättest dir Zeit genommen und du hast Antworten gefunden.  Dann brauchst du noch eine zweite Sache:  etwas, das dich  s c h i e b t.

Im Titel habe ich ja behauptet, dass Motivation nicht mehr reicht, um dich zu schieben. Du brauchst also etwas anderes. Ich gebe dir also hier eine andere Idee: ich meine damit ein tragfähiges WARUM. WARUM tust du, was du tust? Und hier meine ich dein ganz persönliches Warum, das aus deiner ganz natürlichen liebenden Haltung der Welt (Menschen, Tiere, Pflanzen, Meere etc) gegenüber kommt. Etwas „Übergeordnetes“. Was möchtest du in diese Welt bringen? Und weißt du was? Wenn das etwas ist, das nur dich und deine Familie glücklich macht, reicht das völlig aus. Du musst keine Wale retten oder die Welt von schweren Krankheiten befreien. Was ist dein ganz persönliches WARUM? Vielleicht hast du an etwas gelitten als Kind von dem du sagst: “ich will, dass das in dieser Welt anders wird“. Vielleicht hattest du aber auch besonders viel Glück mit einer Sache und du sagst: “ich möchte, dass dies so vielen Menschen wie möglich zuteil wird“. Was könnte es sein, warum du morgens aufstehst und das tust, was du tust oder am liebsten tun möchtest?

Und hierin steckt das Geheimnis.

Ich hatte als selbständige Körperpraktikerin keine Inspiration und auch kein tragkräftiges WARUM. Ich tat das, was alle in und nach der Ausbildung taten. (Wie damals als junge Erwachsene, als ich Industriekauffrau wurde). Ich tat das, was ich in den Aus- und Fortbildungen inhaltlich und fachlich gelernt hatte. Aber wo ich ideologisch mit meiner Arbeit hinwollte, da gab es für mich keinen INDIVIDUELLEN Weg. Einen, den irgendein System mir vorlebte, schon. Aber was das, was ich tat, mit meiner persönlichen Geschichte zu tun hat, dazu hat mich niemand angeregt, mir das mal klar zu machen. Wenn du dir das mal wirklich verdeutlichst, verschafft dir das  eine ganz natürliche tiefe Sicherheit und wenn du diese spürst, dann brauchst du keine Motivation.

Hat dir  im Studium, in der Pilatesausbildung, in der Heilpraktikerausbildung oder bei der Architktenkammer jemand so etwas beigebracht? Hat dich jemand gefragt „was willst du mit deiner Arbeit bewirken?“ „welche Leidenschaften kannst du innerhalb deiner Arbeit ausleben?“ „ist der Inhalt deiner Arbeit deine Leidenschaft?“ „Ist das wirklich das, was du machen willst?“ „Was ist schon immer dein roter Faden gewesen?“ „Wofür stehst du morgens auf?“

Hat dir jemals ein Professor, ein Yoga-Instructor, ein Heilpraktikerlehrer, die Architektenkammer, dein Fotografenmeister diese Fragen gestellt? Ja? Dann hast du echt richtig Glück gehabt. Dann mache auf jeden Fall weiter auf deinem Weg, wenn er sich richtig anfühlt. Nein sagst du?

Mir auch nicht. Ich erinnere mich an kurze Definitionen in meiner Körperausbildung über Visionen, Liebe, und Fragen danach, ob ich innerhalb der Ausbildung irgendwann einmal Trainerin oder Lehrerin werden will innerhalb des eigenen hochpreisigen Fortbildungssystems. Aber das ist etwas anderes.

An allgemein bildenden Schulen herrscht ein ganz ähnlicher Mangel. Da wird den Kindern weder Glücks- noch individuelle Lebenslehre beigebracht. Das ist sowieso das Problem: Menschen wird überall etwas übergestülpt und entweder fehlen Zeit und / oder Empathie, sich mal wirklich in den Lernenden hineinzuversetzen, was für sie/ihn passen könnte. Nur die Inhalte zählen und dass man mit möglichst guten Noten durch die Prüfungen kommt und in der Erwachsenenbildung oftmals, dass man das System eines Gurus, eines jemanden, der viel besser bescheid weiß als man selbst, übernimmt.

An vielen (beruflichen) Weggabelungen meines Lebens hätte ich mir jemanden gewünscht, der mich an die Hand genommen und mir diese Fragen gestellt hätte. Damit hätte ich mir viele Jahre des „Alleinherausfindens“ oder der „Schönrednerei“ ersparen können.

Ich möchte jemand sein, der dazu beiträgt, diese Lücke zu schließen. Heutzutage fällt mir das Aufstehen leicht. Ich habe mein handfestes Warum und ich habe eine inspirierende Gesamtvision vor Augen, lebe sie jeden Tag und erreiche dadurch immer mehr Erfüllung. Ich möchte Frauen in Umbruchphasen unterstützen, dass sie sich nachträglich all diese Fragen stellen können.  Sie sollten zumindest wissen, dass es so jemanden gibt: jemanden, der sie zu sich selbst führt.

Dafür ist es nie zu spät. Vor allem nicht, wenn du gerade hadern solltest und dich vielleicht fragst, wie du deine berufliche Situation, besonders in deiner Selbständigkeit massiv verbessern kannst. Wie kannst du dich neu inpirieren? Wie kannst du deine Arbeit so verändern, dass sie dir nachhaltig Spaß macht, du damit zutiefst erfüllt bist und morgens mit einem Jauchzen aufstehst?

Nochmal zusammengefasst als Formel: statt Motivation brauchst du Inspiration (die dich zieht) und ein tragfähiges Warum (das dich schiebt). Dann bewegst du dich von allein ;-).

Falls du dich nun angeregt fühlst, dir ein paar tiefere Fragen für deine Inspiraion und dein Warum zu beantworten, dann empfehle ich dir,  mit diesen hier anzufangen – und nimm dir Zeit dafür.

Was willst du wirklich?

Welche Qualitäten machen dich aus und vor allem, welche davon sind selbstverständlich für dich bzw. übst du von Herzen gerne aus?

Was war schon immer leicht für dich?

Wofür brennst du? (Dies kann etwas ganz einfaches sein)

Warum bist du wohl auf dieser Welt? (die meisten Menschen spüren das).

Wie kannst du von jetzt an das Leben und den Beruf leben, der dich leidenschaftlich gerne morgens aufstehen lässt?

Welchen Lebens- oder Arbeitsbereich liebst du so sehr , dass du auf eine ganz natürliche Art  einen massiven Unterschied für die Welt / für die Menschheit machen könntest?

Welche Art von Arbeit würde dich morgens gerne aufstehen lassen, weil du jeden Handschlag (bis auf ein paar wenige, die du deligieren kannst) von Grund auf gerne tust und weil sie irgendwie schon immer zu dir gehört hat?

Wenn du nur einen Teil davon beantworten kannst, dann bist du schon auf den Spuren von Inspiration und Mission. Dann brauchst du weniger Motivation. Dann kannst du dich auf den Pfad zu deiner Berufs-und Lebenseinheit mit Geist, mit deiner ganz individuellen Note machen. Dann kannst du deiner Selbständigkeit neue Seele einhauchen und du schwingst, strahlst, leuchtest, weil du gar nicht mehr zwischen Freizeit und Arbeit unterscheiden kannst (womit wir wieder auf neue Herausforderungen stoßen, aber dazu dann viel viel später mehr).

Wenn du Hilfe brauchst, dann kann ich dir beim Finden deiner Antworten eine gute Begleiterin sein.

In meinem Coaching müsstest du dich dafür einen ganzen Tag lang aus deinem Alltagsgeschehen herausziehen und dir Zeit nehmen dafür. Du würdest dafür einen Abend vorher anreisen und einen Tag danach erst wieder ab- (egal, wo du wohnst). Du würdest massive Schritte gehen auf  deinem Weg hin zu mehr Fülle – zu deiner erfüllten Lebens- und Berufseinheit.

Wir würden mit deinem Denken beginnen. Denken in Füllekategorien. Das können z.B. auch Menschen oft nicht, die schon groß denken können. Groß denken heißt nicht, dass man sein Mangeldenken schon geknackt hat.

Ich habe dafür einen wunderbaren Rahmen in einem Hotel organisiert, der dich rundum verwöhnt fühlen lassen soll. Denn das ist das Gefühl, das du dauerhaft in dein Leben integrieren darfst und sollst.

Wenn dich das interessiert, buche dir gerne ein gratis Erstgespräch mit mir und fühle hinein, wie es wäre mit mir zusammen einen neuen Geist für deine Selbständigkeit zu erwecken. Einfach unter info@evalueg.de schreiben: „ich möchte ein Erstgespräch“ und ich melde mich umgehend mit Terminvorschlägen.

Ich wünsche dir ein paar schöne Aha-Antworten auf diese Fragen.

Und vergiss nicht, dich dabei zu verwöhnen, während du dir diese Fragen stellst. Denn nur in der Muße können die wahren Antworten kommen.

Alles Liebe

Eva.

 

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