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In meiner letzten Beziehung, da war sie wieder ganz groß, meine Verlustangst. Auch in Zeiten, in denen alles gut lief und obwohl ich eine Frau bin, die mit beiden Beinen im Leben steht – da war sie wieder da und wurde größer bei bestimmten „Trigger“-Faktoren. Wenn ich ganz normal durch’s Leben laufe, dann ist sie kaum spürbar.

 

Doch will ich mich nicht lange bei dir ausweinen. Das wäre ja auch vermessen. 😉

 

Viele Frauen in Beziehungsübergangsphasen, mit denen ich im Moment in Kontakt bin und mit denen ich in den letzten Jahren gearbeitet habe, müssen lernen mit ihrer Verlustangst umzugehen. Natürlich auch Frauen, die schon lange in Beziehungen leben. Mit ihr umzugehen, ist eine der größten Herausforderungen, die wir lernen müssen, um in Beziehungen frei und selbstsicher zu werden. Und wenn wir sie nutzen, dann ist sie am Ende eine unserer größten Qualitäten, die wir in mutige Handlungen für unser Leben umwandeln können.

Ich stelle immer wieder fest, dass es generell um das Thema Angst große Missverständnisse gibt.

Die 3 größten Missverständnisse rund um das Thema Angst sind:

 

  • Angst ist mein Feind und deshalb muss sie weg.
  • Was ich da gerade fühle, ist wirklich echte große Angst.
  • Angst muss ich verschweigen, ich darf sie auf keinen Fall zeigen.

 

Nun, du kennst das ja mit den Affirmationen. Was nützt es, wenn ich dir jetzt sage, das ist alles nicht so und was, wenn das Gegenteil der Fall ist? Dennoch: ich wage einen kleinen Versuch. Im empfehle dir, nur mal im Experiment, so zu denken:

 

  • Angst, besonders Verlustangst ist normal. Gerade für Frauen!
  • Echte Angst, die fühlt sich so an: schwitzen, frieren, Beine schlottern, zittern, kalte Schauer, starkes Herzklopfen. Was ist daran so schlimm?
  • Sag doch öfter mal deinem Gegenüber „das macht mir gerade etwas Angst“ „das verunsichert mich“ – „ich brauche mal einen Moment – es hat nichts mit dir zu tun“.

 

 

Zu Punkt Zwei möchte ich etwas näher eingehen:

Angst als Kopfkonstrukt oder als echte körperliche Empfindung.

In den allermeisten Fällen ist Angst nur in deinem Kopf vorhanden und hat mit der Realität wenig zu tun. Beispiel: du hast gerade große Angst, deinen Partner zu verlieren, obwohl er gerade in seinem Büro sitzt und in Arbeit vertieft ist. Es ist dann eher die Idee, ihn zu verlieren, die dir gerade angeblich Angst macht.

Aber weißt du, egal ob es nur eine Idee ist, akzeptiere auch das erst mal, dass du gerade in einer Angst-REAKTION bist. In einem GEDANKENKONSTRUKT von Angst gefangen! Und anstatt dir zu sagen „das muss weg!“. Lass es doch erst mal so. Nimm es an, du kannst gerade einfach nichts dagegen tun und das ist in Ordnung. Körperlich setzt es sich oft in Form von Hochziehen des Oberkörpers fest (ähnlich Panikausdruck: große Augen, hochziehen des Brustkorbs, Verlust der Bodenanbindung). Wenn wir darauf gezielt unsere Aufmerksamkeit traininieren, können wir das auf Dauer bemerken und verändern.

 

Beispiel von mir: ich drehe gerade sehr oft Live-Videos auf Facebook und zeige mich. Dabei schütte ich extrem viel Adrenalin aus, mein Hals ist geschwollen, mein Kiefer fest, weil ich die Situation nicht unter Kontrolle habe. Ich kann auf Facebook keine Reaktionen sehen. Das macht mir recht viel Angst und Unsicherheit. Ich bin früher viel kritisiert und worden und mein System rechnet jeden Augenblick damit scharf kritisiert zu werden. Dafür spanne ich meinen Kiefer an und meinen Hals und bin immer noch extrem kontrolliert und vorsichtig mit dem, was ich sage.

 

Das Adrenalin auszuschütten ist z.B. schon mal eine Form von echter Angst, von purer Angst. Wenn du ins Schwitzen kommst, wenn du kalte Schauer spürst, wenn dein Herz schnell klopft, wenn du Gänsehaut kriegst, wenn deine Beine schlottern – dann haben wir es schon eher mit „echter“ Angst zu tun. Dann können wir zumindest sagen „hier fließt gerade tatsächlich Angst. Es ist eine körperliche Empfindung. Und diese fließt aber dennoch gerade, weil dein Kopf sagt: “gleich passiert das Schlimme!“. Und dieses Denken ist alt und auch diese Angst , die da fließt, ist alt. Der zweite Schritt wäre also, diesen Empfindungen zuzustimmen. Spüre diese alte Angst, sie ist aus Zeiten, in denen es wirklich schlimm war, was da um dich herum passiert ist. Versuche größtmöglich damit zu entspannen, auch wenn es sich unangenehm anfühlt. Diese Angst braucht Raum. Dies ist allerdings ein Prozess.

 

Hier eine kleine Übung dazu. In meinem nachfolgenden Live-Video auf Facebook kannst du direkt auf Minute 10.02 gehen, da beginnt die Übung:

http://<iframe src=“https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Feva.lueg%2Fvideos%2F1617146074971679%2F&show_text=0&width=560″ width=“560″ height=“315″ style=“border:none;overflow:hidden“ scrolling=“no“ frameborder=“0″ allowTransparency=“true“ allowFullScreen=“true“></iframe>

 

Probiere es allein. Das geht. Du kannst immer ein paar Schritte in diese Richtung machen und erst mal nur deine Angst akzeptieren, egal ob sie konstruiert im Kopf ist  oder im Körper oder ihre wahre Berechtigung hat. Sage dir „ja, ich habe gerade Angst“. Was soll’s – und atme tief. Das ist ein guter erster Schritt.

 

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